Mindfulness-Based Stress Reduction: Systematisches Achtsamkeitstraining - wissenschaftlich & zutiefst menschlich.

Weltweit in über 2800 wissenschaftlichen Studien erforschte Wirksamkeit:


89%

Anteil Studien mit messbaren Effekten

Achtsamkeitsmethoden haben ein breites Wirkspektrum:

"Stressbewältigung durch Achtsamkeit" kennt man v.a. im Zusammenhang mit Burnout. Jedoch hilft sie auch bei vielen psychosomatischen Beschwerden, im Umgang mit chronischen Erkrankungen, bei emotionalen und sozialen Problemen, oder auch in der Mitarbeiter- und Führungskräfte-Entwicklung in Unternehmen. Viele wenden sich MBSR aber auch zu, um schlichtweg ihre Lebensqualität & Beziehung zu sich selbst und anderen Menschen zu verbessern.

Mehr über Wirkungsnachweise & Einsatzgebiete finden Sie hier.

Methode & Inhalte von MBSR:


1979 kam der Molekularbiologe Dr. Jon Kabat-Zinn - von buddhistischer Praxis beeinflußt - auf die Idee, die heilsamen Effekte von Meditation im Rahmen psychosomatischer Medizin zu nutzen. Er schuf am Universitätsklinikum von Massachusetts ein Training jenseits aller Religion und Esoterik: den Mindfulness-Based Stress Reduction Kurs.


Die Idee: Ursprünglich aus dem Buddhismus stammende Meditationspraktiken für moderne Menschen & wissenschaftliche Erforschung zugänglich machen.

Der Kurs besteht aus 8 wöchentlichen Gruppentreffen von 2,5 bis 3 Stunden. Dazu kommt ein längerer Übungstag am Wochenende. Die Teilnehmerzahl schwankt zwischen 6 und ca. 16 Menschen. Im Kurs werden vielfältige Meditationsformen erlernt - im Liegen, Stehen, Yoga und Gehen. Darüber hinaus gibt es weitere Achtsamkeitsübungen, Input zu achtsamem Umgang mit Stress und vor allem viel Austausch über Ihre subjektiven Erlebnisse in der Meditation oder auch im Alltag. Jedes Treffen hat ein Schwerpunktthema, so dass Sie Schritt für Schritt einen neuen Umgang mit sich und den Belastungen in Leben und Beruf entdecken können.


MBSR ist erfahrungsbasiert! Das bedeutet, dass es im Kurs nicht um Wissen oder Theorie geht. Auch nicht so sehr um um "Tipps und Tricks". Es geht in erster Linie darum, eine bewusste, neugierige Art von Zugang zum eigenen Erleben zu finden. Sie sollten breit sein, sich mit ihrem Geist und wie er Dinge erlebt "am lebenden Objekt" zu beschäftigen. Und das auch an den Tagen zwischen unseren Treffen.

Im Verlauf des Kurses kommen fast immer Hindernisse und Widerstände auf. Damit umzugehen, ist zentraler Teil des MBSR-Kurses! Das ist nur einer der Gründe, warum Sie mit Büchern oder Apps nicht ganz so weit kommen, wie zusammen mit echten Menschen. Auch ist es wichtig, dass die Teilnehmer zwischen den Treffen üben. Sie sollten sich täglich ca. 45-60 min für die häusliche Praxis einrichten.


Was das bewirkt, erfahren Sie weiter unten.

Was bewirkt MBSR & Achtsamkeitsmeditation?


Zentrierungs- & Beruhigungsfähigkeit


Viele TeilnehmerInnen möchten sich besser konzentrieren lernen. Statt dem angestrengten "sich konzentrieren", lernen wir lieber das etwas entspanntere "sich zentrieren", was nicht nur erfolgsversprechender ist, sondern auch noch heilsamere Effekte auf den gesamten Organismus hat. Ein Zur-Ruhe- & Zur-Mitte-Kommen, aus dem heraus man sich für das eigene Erleben öffnen kann.


Loslassen von Grübeleien und ungünstigen Gedanken


Das ist sicherlich ein Klischee von Meditation: "Man soll nicht so viel denken." Nun, wenn das so einfach ginge, dann bräuchte man kaum meditieren! Dennoch ist es so, dass Sie durch Achtsamkeit und Meditation einen besseren Umgang mit Ihren Gedanken erlernen. Nur geht es dabei eben nicht darum, mit dem Denken "aufzuhören". Wie das funktioniert, ist nicht so einfach zu erklären, deswegen üben wir auch eher als darüber zu sprechen. Oder nachzudenken:)


Souveränes Agieren statt automatisches Reagieren


Der Ausstieg aus dem "Autopilot"-Modus unseres Geistes ist wesentliches Lernziel des Kurses. Unser Stress und Leiden wird dadurch begünstigt, dass wir auf alles innerhalb von Millisekunden reagieren. Der große Vorteil achtsamkeitsbasierter Methoden gegenüber reinen Entspannungsmethoden ist, dass wir lernen, solchen ungünstigen automatische Reaktionen den Wind aus den Segeln zu nehmen - während oder noch bevor sie entstehen!

Was ist Achtsamkeit?


1
Geistige Präsenz im Augenblick - statt sich in die Vergangenheit oder Zukunft hinein zu "träumen"

2
... bewußt herbeigeführt, aber auf eine möglichst mühelose Art - ohne zuviel dabei zu tun und zu wollen

3
... gepaart mit einer annehmenden Haltung gegenüber allem, was gerade da ist - statt es verändern oder kontrollieren zu wollen

Was macht Achtsamkeit nun so anspruchsvoll?


Meditation und Achtsamkeit entfalten sich in einer Balance (scheinbarer) Widersprüche: Wachheit und Entspannung, Absicht und Mühelosigkeit, Akzeptieren und Wahlfreiheit. Das ist nicht einfach und mithin gar nicht in Worte zu fassen, aber es geht!


In der Praxis tauchen mit Sicherheit Widerstände und Hindernisse auf. Ablenkung, Unlust, Zweifel, Unruhe, usw. Die "Arbeit" mit diesen Hindernissen ist zentraler Teil der Achtsamkeitspraxis. Es geht nicht gleich um Perfektion, Erleuchtung oder "Instant Happiness". Es ist vielmehr so, dass wir es zuweilen auch mal nicht einfach haben und dennoch einen guten Umgang damit erlernen können.


Hier finden Sie meine aktuellen Kurse, falls Sie tiefer in die Praxis einsteigen möchten.